„Sternenstaub und Seelensee“ ist eine poetische Reise mit Bildern des Fotografen und Künstlers Diethart Verleger und Gedichten der Lyrikerin und Sängerin Babette Dieterich. Durch Überlagerungen mehrerer Fotografien und Ebenen entwickelt Diethart Verleger farbstarke Bilder mit großer Tiefenwirkung. Babette Dieterich spürt in ihren Texten der Vielschichtigkeit und dem „Dahinter“ des Daseins nach. In „Sternenstaub und Seelensee“ entsteht ein tiefes Zwiegespräch zweier Künstler, die sich auf einer spirituellen, dem Leben zugewandten Ebene begegnen.

Diethart Verleger, Babette Dieterich
Sternenstaub und Seelensee
68 Seiten, Broschur
EUR 17,99
ISBN: 978-3-7481-2987-5
Bod – Books on Demand, Norderstedt

Das Buch ist am leichtesten bestellbar über den Buchshop von BoD:
https://www.bod.de/buchshop/sternenstaub-und-seelensee-diethart-verleger-9783748129875

Mit der ISBN-Nummer ist es aber auch im Buchhandel und im Internet bestellbar. Und natürlich bei uns! Dann bekommt man gleich noch eine persönliche Widmung! Wir freuen uns positive Rezensionen.

Pressetexte:

 

Rede von Ricarda Geib M.A.            (Stuttgart, im Dezember 2016)

Monochrome Farbakkorde und leuchtende Kreise, Geometrie und schwebender Rhythmus  bestimmen seine Bildwelt. Es sind fugenhaft gebaute Kompositionen, lichte Gewebe, flirrende Membrane – Malerei aus dem Geist der Musik, Formulierungen von eigenwilliger Strenge und Ausdruckskraft.

Diethart Verleger studierte an der Stuttgarter Akademie bei Baumgartl, das Un-Dingliche ist das Ereignis seiner Bilder, ein Schließen der Augen, der Blick nach Innen auf die Welt hinter den Dingen – Jalousien. Sie gleichen offenen Räumen, in denen das Imaginäre sich entfaltet.

Seine Acrylbilder haben eine klare, eindringliche Präsenz, er nennt sie Heartflame. Hinter den kreisenden Formen sieht man figurative Raster, einen jungen, erblühenden Frauenkörper, daneben eine Weisheit spendende reife Frau. Dazwischen Elias, flammend und in curru igneo entrückt, das Feuer scheint aus sich selbst heraus zu wachsen (hier bezog der Künstler seine Inspiration durch die Musik Mendelssohn Bartholdys). In Verlegers Werk steht Hermetik neben flirrender Leichtigkeit, als schätze er die geordnete Progression (gerne im goldenen Schnitt), aber auch befreiende Aufbrüche. Zentrierende und fliehende Kräfte machen die Komposition zum kontrapunktischen Spannungsfeld – alles widerspricht der Gewohnheit perspektivischen Sehens, auch wenn es immer eine Mitte zu geben scheint.

Seine z.T. mehrfach belichteten Fotoarbeiten Lichtboten und Lichtbecken, in denen er das durch farbige Kirchenfenster fallende Sonnenlicht einfängt, beschreiben, wie sich Licht auf der lebendigen Oberfläche des Steines materialisiert. Diese Bilder haben eine ganz eigene Dynamik. Die Farben scheinen in sich selbst bewegt und lassen an freie musikalische Strukturen denken, die sich rankend mit einer Melodie verbinden. Rinnende Zeit, eigentlich ein Charakteristikum der Musik, wird sichtbar, als sei die Musik der geheime Garten, aus dem er seine Inspiration bezieht.

 

Rede von Prof. Helge Bathelt zur Eröffnung am 10.12.2017

… Nun hätte die Einladungskartenarbeit von Diethart Verleger noch Hoffnung machen können. Wenn nämlich über einem etwas ausgeschüttet wird, dann gemahnt das an eine Taufe und nun egal ob Taufe oder Geburt: das ist in unserem Kulturkreis immer noch  klerikal verortet…

Diethart Verleger kennen wir auch durch die Einladung, die seine Arbeit „Ausschüttung“ zeigt. Das Filigran als Folge seines pointillistischen Farbauftrags wird zum Träger seiner eigenen Mythologie. Eine kubistisch angelegte Kosmologie verweist auf Zeit- und Sinnebenen und bindet in ein schöpferisches Ganzes ein. Aus Dunklem tritt Helles hervor.  Diese Darstellungsweise ist in der Werkschau durch mehrere hochformatige Tableaus vertreten.

Faszinierend finde ich die beiden fotografischen Arbeiten, die schwebend wie Manets „Seerosenteich“ wirken oder auch einen abstrakten Expressionismus fortschreiben.

 

Rede von Wolfgang Neumann im Dezember 2018

Diethart Verleger

Drei Gemälde im mittleren Hochformat zeigen eine traumhafte Welt: Im Zentrum steht, hängt oder liegt jeweils eine leicht bekleidete junge menschliche Figur, die sich abmüht eine feste Position zu finden. Ihr Gewicht wird dabei von Ballons gezogen, ein harter dunkler Schatten fällt als Spiegelform in einen nicht formulierbaren Bildraum. Die Farben sind grell, aber freundlich. Die Lichtquelle stammt von einer Engelsgestalt, die sich hintergründig, aber frontal mit Segnungsgeste dem Betrachter zuwendet. Die Figuren sind unterschiedlich gemalt, oftmals setzen sie sich aus perlenartigen Reihen von hellen Punkten oder Streifen zusammen, was einen glitzernden flüchtigen Eindruck von Bewegung vermittelt. Große symmetrische Kugelformen definieren im Schweben jeweils eine Festigkeit für die Komposition. Sie erinnern den Betrachter an Auferstehungsbilder der Renaissance, z.B. bei Jörg Ratgeb oder Matthias Grünewald.
Genau wie die Maler der Dürerzeit geht Diethart Verleger tiefen Fragestellungen nach: (Zitat)„der Sinnhaftigkeit und Transzendenz und die Frage nach dem Urgrund des Seins, der hinter der oberflächlichen Wirklichkeit der Erscheinung liegt. Lässt sich dieser tiefere Urgrund des Seins sichtbar machen mit bildlichen Mitteln oder bleibt er auch in den schönsten Abbildungen noch verborgen? Was verbirgt sich in der Tiefe? Was hält die Welt im Innersten zusammen?“

Diethart Verleger ist ein intermedialer Gestalter, d.h. dass er seine Ausdrucksformen immer danach auswählt, welches Thema er auf welche Weise bearbeiten möchte: Seine aktuellen Fotografien im Breitformat zeigen kristalline Flächen an Farben und Formen, die zunächst verwirren und einen abstrakten Eindruck vermitteln. Bei näherer Betrachtung lassen sich aber Strukturen und Elemente der sichtbaren Welt erkennen und es stellt sich eine polyzentrische Räumlichkeit heraus. Dabei  interessiert Diethart Verleger das Spiel von Wasser und Licht, das sich in Oberflächen bricht; sowie die Schichtung von elementaren Sphären, die wir sichtbar erfahren. Er übersteigert diese Eindrücke in eine kaleidoskophafte innere Welt, die durch seine Beobachtungen der äußeren Welt angereichert sind. Er ist nicht bereit, diese Bilder Klischees oder Kitschvorstellungen zu überlassen, sondern ist auf einer ehrlichen Suche nach immer neuen Varianten von Bildern, die unser Erleben im Vollspektrum umfänglich widerspiegeln.

Wort und Sport beim englischen Gruße

Sieh neuntausend Sonnen

Umweltschon.

Fotografie.

In der Fotografie beschäftigt mich das Thema, wie Licht auf Materie trifft und wie das Wesen des Lichts sichtbar gemacht werden kann, ohne auf die physische Erscheinung reduziert zu werden. Licht ist lebendig, flirrt und pulsiert. In meinen Fotografien stelle ich Licht durch die Überlagerung von vielen, transparenten Ebenen dar. Dabei nutze ich die Schnittstelle, an der Licht auf die physische Form trifft. Durch die Komposition mit vielen Schichten verwebe ich das Licht zu einem neuen imaginären Netz aus Farben. Dabei entstehen mehrbezügliche Bilder, die eine größere Einheit durchscheinen lassen.

Sehen Sie einen Auszug meiner fotografischen Arbeiten.

Malerei.

In meiner Malerei beschreite ich verschiedene Wege von gegenständlich bis abstrakt: Der abstrakte Teil meiner Malerei lebt von der Gestik und Dynamik, die aus dem unmittelbaren Farbauftrag erfolgt. Diesen setze ich mit dem Pinsel, einem Schwamm oder Ähnlichem um. Manchmal entstehen bei diesem impulsiven Vorgehen Figuren, die ich weiter ausdeute. Dabei nutze ich neben der Malerei auch drucktechnische Verfahren, die neue Strukturen einbringen. Immer geht es mir um das Geistige in der Kunst, um das, „was die Welt im Innersten zusammenhält“. Auch bei den mehr gegenständlichen Arbeiten stelle ich eine Welt hinter den Dingen dar. Dabei geht es mir um Ebenen, die uns nur ahnungsvoll umgeben, jedoch immer präsent sind.

Sehen Sie einen Auszug meiner künstlerischen Tätigkeit.

Frühere Arbeiten.

In meinen früheren Bildern habe ich überwiegend gegenständlich und assoziativ gearbeitet. Bei den „Eisbären“ geht es mir dabei um das riesige, schöpferische Potential, das jedem Menschen innewohnt. Ihre Gebärden spiegeln dabei auch seelische Zustände. Die abgebildeten Eisbären stehen stellvertretend für das unbewusste Kraftpotential des Menschen, das ich bewusstmachen möchte. Die Serie der „Global Players“ spielt mehr auf politische und spirituelle Zusammenhänge an: Es geht um große Themen, die die ganze Menschheit und ihr Zusammenleben betreffen. Für den geübten Zuschauer entstehen neue Querverbindungen bis hin zu quantenphysikalischen Bezügen. Diese überwiegend grafischen Arbeiten sind komplex und brauchen eine längere Betrachtung, um entschlüsselt zu werden.

Sehen Sie einen Auszug meiner früheren künstlerischen Tätigkeit.

Ich arbeite als bildender Künstler und intermedialer Gestalter, der auch im Performance-, Foto- und Videobereich tätig ist. Mein Wunsch ist es, mit meinen Bildern der Welt ein neues Gesicht zu geben. In meinem Tun möchte ich begreifen und gestalten, mich hingeben mit Herz und Verstand, Bewusstsein und Intuition. Kunst ist für mich Reflexion und Selbstausdruck zugleich.

Außerdem lebt in der Kunst ein transzendierender, verwandelnder Aspekt. Dieser gibt mir die Möglichkeit, das Wesen meiner Seele über Bilder mitzuteilen und innerlich zu wachsen. Als schöpferisches Wesen kann ich so in voller Eigenverantwortung meiner Freiheit und meinen Visionen Ausdruck verleihen.

Warum verbringe ich mein Leben mit Kunst? Für mich ist Kunst eine Methode, mich selbst zu erforschen und die Welt auf einer Bildebene zu begreifen.
 Warum braucht die Welt Kunst? Kunst vermittelt zwischen verschiedenen Welten und gibt Einblicke in noch nicht Erforschtes und noch nie Dagewesenes. Kunst macht das Unaussprechliche sichtbar und bringt uns in Kontakt mit dem Geheimnis der Unendlichkeit.

Was ist der Antrieb für meine Kunst? Kunst hat für mich zunächst einen prozesshaften Charakter. Die Entstehungsgeschichte eines Bildes ist für mich genauso spannend wie das Ergebnis. Dabei mache ich selbst ebenfalls eine Wandlung durch. Womit wir beim zweiten wichtigen Aspekt wären: Kunst transformiert. Außerdem spricht Kunst eine universelle Sprache, die Verständnis und Verbindung schafft zwischen verschiedenen Kulturen.

Kurs: Malen in Verbundenheit

Womit möchtest du dich verbinden? Welche Themen beschäftigen dich schon seit langem?

Wir wollen uns gemeinsam in einen Prozess begeben, um wichtige Fragen innerlich zu bewegen und in Meditationen aufsteigen zu lassen. Diese werden wir dann schriftlich fest halten und Ihnen allmählich in Skizzen und Bildern Gestalt verleihen. Für die bildnerische Gestaltung sind keine künstlerischen Vorkenntnisse erforderlich. Du wählst deine Technik selbst.

Es zählt nur deine Bereitschaft, dich mit den Themen zu verbinden, die dir am Herzen liegen und diese in die Welt zu bringen. Deine Intuition, die Energie der Gruppe und meine Präsenz werden dich dabei unterstützen. Öffne dein Herz für die wundervolle Welt deiner inneren, persönlichen Botschaft und finde darin deinen individuellen Ausdruck in Farbe und Form, in Strichen und in Worten.

Dozent: Diethart Verleger, Kunsterzieher,                                                                               kunsttherapeutische Zusatzausbildung am C.G.-Jung-Institut Stuttgart, Coach

 

Bei Interesse bitte melden unter Kontakt